Die Renfert Strahlgeräte der Basic-Serie werden exklusiv von 3M ESPE für den Einsatz von ROCATEC™ empfohlen. Das ROCATEC™-Verbundsystem sanftes Beschichten, lange Haftung Das
3M ESPE System ist heutzutage keinesfalls eine Neuheit, es ist jedoch in seinen Ergebnissen immer noch ungeschlagen. Dieses Verbundsystem bietet sich an, wenn ein adhäsiver Verbund zwischen Compositen, wie z.B. dem Verblendcomposite
Sinfony™ , oder einem Composite-Befestigungszement (z.B.
RelyX™ ARC) und einem dentalen Werkstück gewünscht wird ganz gleich ob dies aus Metall, Kunststoff, Keramik oder gar Zirkonoxidkeramik ist. Das
ROCATEC™-System ist also universell einsetzbar, mit erstaunlichen Ergebnissen in Sachen Haftungswerte und Dauerhaftigkeit. Diese erhält der Zahntechniker zudem mit relativ geringem Aufwand.
Kaltsilanisieren im Strahlgerät Der Hauptvorteil dieses Verfahrens: die Beschichtung erfolgt kalt, was eine thermische Belastung der Metallgerüste und dadurch die Gefahr des Verziehens verhindert. Vor allem bei nicht spannungsfrei vergossenen Konstruktionen bedeutet dies einen großen Vorteil. Die Beschichtung erfolgt über eine chemische Reaktion. Die dafür üblichen Formen von Energiezufuhr über Wärme oder Licht entfallen hier, statt dessen wird die mechanische Energie des Strahlmittels genutzt. Diese freigesetzte kinetische Energie wirkt im atomaren bzw. molekularen Bereich, sie erzeugt aber keine Wärme auf makroskopischer Ebene. Zentrale Bedeutung hat in diesem System das speziell modifizierte Strahlmittel
ROCATEC™ Plus bzw.
Soft mit einer Beschichtung aus Siliziumdioxid. Beim Aufprall überträgt das Korn die eigene Beschichtung über die kinetische/chemische Reaktion auf die angestrahlte Oberfläche.
Visuelle Kontrolle Die Oberfläche wird mit
ROCATEC™ Pre vorgestrahlt. Sie wird dadurch gereinigt und erhält eine mikroretentive Rauigkeit. Das Metall färbt sich dunkel, und der Zahntechniker erkennt daran den Erfolg der Keramisierung.
ROCATEC™ im Renfert Strahlgerät Die Strahlgeräte von Renfert eignen sich für dieses Verfahren aufgrund folgender Eigenschaften: Die patentierte Mischkammer ermöglicht einen
regelmäßigen und homogenen Strahlfluss, völlig unabhängig vom Füllstand. Dies ist wichtig für die kontrolliert gleichmäßige Verteilung auf der Oberfläche. Der Abrieb an Metallflächen wird in den Renfert-Geräten verhindert (nicht das Gerät soll silanisiert werden), denn die Leitung besteht vornehmlich aus Gummischläuchen. Die Auswahl an Strahldüsen ermöglicht den optimierten Einsatz für die entsprechende Strahlmittelkörnung. Das System besteht aus drei Strahlmitteln:
ROCATEC™ Pre für die Vorbereitung und
ROCATEC™ Plus oder
ROCATEC™ Soft für die Silanisierung. Als Strahlmittel bringen sie auch eine abrasive Wirkung mit sich, weswegen die Variante
Soft mit geringerer Körnung für empfindliche Objekte genutzt werden sollte.
Wann lohnt sich das Silanisieren? Unter anderem bei:
Kronen und Brücken Sekundärteilen (z.B. Teleskop- und Geschiebearbeiten) Modellguss-Sattelbereichen oder Klammern
Modellguss-Kunststoff in der Modellgussprothetik Keramikzähnen in Prothesenkunststoff Adhäsivbrücken Keramik- oder Compositeverblendungen zur Reparatur
- Suprakonstruktionen in der Implantologie
- Galvanoprothetik
- Adhäsivem Verbund von Composite-Befestigungszementen und dentalen Restaurationen
Ein Strahlgerät muss zuverlässig arbeiten. Für kontrolliertes Strahlen ist konstanter Strahlmittelfluss die Voraussetzung. Dieser Herausforderung haben sich unsere Entwicklungsingenieure angenommen und eine optimale Lösung gefunden.
Die patentierte Mischkammer basiert auf dem Venturi-Prinzip.
Die Druckluft wird durch einen Filter (1) in die Vorkammer geleitet und dort durch eine Verengung komprimiert (2). Aufgrund der Kompression beschleunigt sich die Druckluft und fließt mit hoher Geschwindigkeit in die Nachkammer (3). Durch die Aufweitung der Nachkammer kann sich die Druckluft schnell verteilen, was zu einem Unterdruck führt. Dieser Unterdruck zieht nun durch die Dosierdüse (4) Strahlmittel in der gewünschten Menge in die Nachkammer.
Aus der Nachkammer zweigt ein Steigrohr ab (5), das Luft in den Vorratsbehälter des Strahlmittels leitet und sich wie ein Deckel von oben auf das Strahlmittel legt. Ein kleines, aber wirkungsvolles Detail sorgt dafür, dass das Strahlmittel in der Umgebung der Dosierdüse nicht verklumpt. Noch in der Vorkammer zweigt auf Höhe der Kompressionsstufe eine kleine Wirbeldüse ab (6). Sie ist so ausgerichtet, dass das Strahlmittel in der Umgebung der Dosierdüse aufgewirbelt und somit fließfähig gemacht wird.
Alle Renfert Feinstrahltanks sind mit diesen patentierten Mischkammern versehen.