Die Lebensdauer eines Keramikpinsels wird von vielen Faktoren beeinflusst, deswegen kann sie nicht genau vorhergesagt werden. Jedes Labor arbeitet sehr individuell und nutzt den/die Pinsel unterschiedlich, beispielsweise:
Unabhängig davon gibt es dennoch einfache Tipps, um die Lebensdauer des Pinsels und dessen Qualität zu bewahren.
Damit die Pinsel in gutem Zustand beim Endanwender ankommen, wird jeder Pinselkopf mit einer schützenden Leimung aus „Gummi-Arabicum“ (neutrales, natürliches Bindemittel) versehen. Zusätzlich ist auf jedem Pinsel eine Schutzkappe aufgesetzt.



2. Arbeiten
Allgemein:
Bitte niemals den Keramikpinsel zumAnmischen der Keramikmassen nutzen (Abb. 4)
Die mikrokristallinen Bestandteile der Keramik haben eine abrasive Wirkung und führen zu einer vorzeitigen und dauerhaften Schädigung der Haarstruktur.
Eine sorgfältig ausgeformte Spitze ist eines der wertvollsten Qualitätsmerkmale eines hochwertigen Pinsels – gleichzeitig aber auch der empfindlichste Bereich. Aus diesem Grund sollten Sie zur Aufnahme von Keramikportionen nicht die Spitze über die Anmischplatte schieben. Hierbei können die feinen Spitzenhaare um- bzw. abknicken (Abb. 5)
Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Pinselspitze direkt in die weiche Keramikmasse eintauchen oder die Portionen seitlich aufnehmen (Abb. 6).
Auch eingetrocknete Keramik sollten Sie niemals mit dem Pinsel nachfeuchten bzw.neu anmischen. *
Um einen Metallabriebzu verhindern, empfehlen wir hierzueinen Achatspatel (Art-Nr. 1157-0000).(Abb. 7)
* Auch ein Metallinstrument ist ungeeignet.




Nach jedem Arbeiten sollte das Pinselhaar durch ein kräftiges Ausschwenken in einem sauberen Wasserglas gereinigt werden. Feinste Keramikpartikel, die sich von Zeit zu Zeit zwischen den Haaren ablagern, können das Pinselhaar aufspreizen und müssen daher entfernt werden. (Abb. 8)
Überschüssige Feuchtigkeit über einen weichen Schwamm ausstreichen und/oder den Pinsel kräftig ausschlagen. Anschließend die Pinselspitze mit einer leichten Drehbewegung über ein angefeuchtetes Tuch oder Schwämmchen ziehen und wieder in Form bringen (Abb. 9).
Ein kleiner Tropfen Proform 12 (Art-Nr. 1462-0000) stabilisiert diese Form, insbesondere die der Spitze, und wird bei der nächsten Anwendung einfach ausgewaschen (Abb. 10).
Abschließend die Schutzhüllevorsichtig aufstecken – fertig. Als besonderen Pflegetipp empfehlen wir die regelmäßige Behandlung mit Kernseife. Diese erhält Naturhaare, Borsten und Synthetikfasern elastisch und geschmeidig durch rückfettende Wirkung. Hierzu den Pinselkopf in warmem Wasser vorsichtig reinigen bis die Seife leicht schäumt, danach wieder in seine Urform ausstreichen. Auch hier pflegt und stärkt ein kleiner Tropfen Tropfen Proform 12 das Pinselhaar zusätzlich (Abb. 11).
Achtung:
Keinesfalls entfettende Seife verwenden – besonders Naturhaare neigen zum Brechen, wenn ihnen der schützende Fettbelag fehlt. Pinsel, die nicht sorgfältig gereinigt werden, zeigen schon nach kurzem Gebrauch mangelhaften „Schluss“, das heißt, die Pinselhaare spreizen sich, weil Keramikreste den Pinselkörper verstopfen. Aber auch so einen „kaputten“ Pinsel können Sie in den meisten Fällen noch retten. Massieren Sie vorsichtig mit feuchten Fingern ein wenig Kernseife ein. Danach in heißem Wasser (ca. 70 – 90°C) wieder gut auswaschen und in gewohnter Weise zuspitzen und mit Proform 12 „stärken“.



