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Tipps zur Pinselpflege
 
 

Die Lebensdauer eines Keramikpinsels wird von vielen Faktoren beeinflusst, deswegen kann sie nicht genau vorhergesagt werden. Jedes Labor arbeitet sehr individuell und nutzt den/die Pinsel unterschiedlich, beispielsweise:

  • Eine Pinselgröße für alles (z.B. Big Brush-Technik)
  • Der Pinsel als Instrument (z.B. Cut-Back oder Oberflächenglättung)
  • Für jede Anwendung ein eigener Pinsel bzw. eine eigene Größe oder Instrument
  • Auf einer Glasplatte
  • Auf einer porösen Keramikanmischplatte

Unabhängig davon gibt es dennoch einfache Tipps, um die Lebensdauer des Pinsels und dessen Qualität zu bewahren.

 
 
1. Erstanwendung

 

Damit die Pinsel in gutem Zustand beim Endanwender ankommen, wird jeder Pinselkopf mit einer schützenden Leimung aus „Gummi-Arabicum“ (neutrales, natürliches Bindemittel) versehen. Zusätzlich ist auf jedem Pinsel eine Schutzkappe aufgesetzt.

 
  • Entfernen Sie die Schutzkappe bitte vorsichtig, denn in diesem geleimten Zustand ist die Spitze noch besonders empfindlich gegenüber möglichen Beschädigungen (z.B. Anstoßen im Wasserglas). (Abb. 1)
  • Schwenken Sie nun den Pinselkörper vorsichtig für 15 – 20 Sek. im Wasserglas hin und her. (Abb. 2)
  • Die nun eingeweichte Leimschicht lässt sich optimal herauslösen, indem Sie den dicken Bereich oberhalb der Zwinge zwischen Daumen und Zeigefinger fassen und langsam zur Spitze abstreifen. (Abb. 3)
  • Letzte Leimreste lösen Sie durch ein kräftiges Schwenken im Wasserglas.
 

2. Arbeiten

 

Allgemein:

 

Bitte niemals den Keramikpinsel zumAnmischen der Keramikmassen nutzen (Abb. 4)

 

Die mikrokristallinen Bestandteile der Keramik haben eine abrasive Wirkung und führen zu einer vorzeitigen und dauerhaften Schädigung der Haarstruktur.

 

Eine sorgfältig ausgeformte Spitze ist eines der wertvollsten Qualitätsmerkmale eines hochwertigen Pinsels – gleichzeitig aber auch der empfindlichste Bereich. Aus diesem Grund sollten Sie zur Aufnahme von Keramikportionen nicht die Spitze über die Anmischplatte schieben. Hierbei können die feinen Spitzenhaare um- bzw. abknicken (Abb. 5)

 

Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Pinselspitze direkt in die weiche Keramikmasse eintauchen oder die Portionen seitlich aufnehmen (Abb. 6).

 

Auch eingetrocknete Keramik sollten Sie niemals mit dem Pinsel nachfeuchten bzw.neu anmischen. *

 

Um einen Metallabriebzu verhindern, empfehlen wir hierzueinen Achatspatel (Art-Nr. 1157-0000).(Abb. 7)

 

* Auch ein Metallinstrument ist ungeeignet.

 
 
3. Pflege

 

Nach jedem Arbeiten sollte das Pinselhaar durch ein kräftiges Ausschwenken in einem sauberen Wasserglas gereinigt werden. Feinste Keramikpartikel, die sich von Zeit zu Zeit zwischen den Haaren ablagern, können das Pinselhaar aufspreizen und müssen daher entfernt werden. (Abb. 8)

 

Überschüssige Feuchtigkeit über einen weichen Schwamm ausstreichen und/oder den Pinsel kräftig ausschlagen. Anschließend die Pinselspitze mit einer leichten Drehbewegung über ein angefeuchtetes Tuch oder Schwämmchen ziehen und wieder in Form bringen (Abb. 9).

 

Ein kleiner Tropfen Proform 12 (Art-Nr. 1462-0000) stabilisiert diese Form, insbesondere die der Spitze, und wird bei der nächsten Anwendung einfach ausgewaschen (Abb. 10).

 

Abschließend die Schutzhüllevorsichtig aufstecken – fertig. Als besonderen Pflegetipp empfehlen wir die regelmäßige Behandlung mit Kernseife. Diese erhält Naturhaare, Borsten und Synthetikfasern elastisch und geschmeidig durch rückfettende Wirkung. Hierzu den Pinselkopf in warmem Wasser vorsichtig reinigen bis die Seife leicht schäumt, danach wieder in seine Urform ausstreichen. Auch hier pflegt und stärkt ein kleiner Tropfen Tropfen Proform 12 das Pinselhaar zusätzlich (Abb. 11).

 

Achtung:

Keinesfalls entfettende Seife verwenden – besonders Naturhaare neigen zum Brechen, wenn ihnen der schützende Fettbelag fehlt. Pinsel, die nicht sorgfältig gereinigt werden, zeigen schon nach kurzem Gebrauch mangelhaften „Schluss“, das heißt, die Pinselhaare spreizen sich, weil Keramikreste den Pinselkörper verstopfen. Aber auch so einen „kaputten“ Pinsel können Sie in den meisten Fällen noch retten.  Massieren Sie vorsichtig mit feuchten Fingern ein wenig Kernseife ein. Danach in heißem Wasser (ca. 70 – 90°C) wieder gut auswaschen und in gewohnter Weise zuspitzen und mit Proform 12 „stärken“.

 

 

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