Erfahrungsbericht vom Ausbildungsberuf
Industriekauffrau/-mann
Ich heiße Stephanie Gertis, bin im 3. Ausbildungsjahr und mache bei der Firma Renfert eine Ausbildung zur Industriekauffrau mit Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement.
Als sich nach dem Abitur und meinem Australienaufenthalt für mich die Frage stellte, in welche berufliche Richtung ich mich orientieren wollte, war ich erstmal ratlos. Ich wusste nur, dass ich meine Fremsprachenkenntnisse vertiefen bzw. ausbauen wollte. Die Ausbildung sollte also international ausgerichtet sein. Nach tagelangem Suchen stieß ich auf ein Zeitungsinserat, das die Ausbildung bei Renfert aufs Beste lobte. Ich fühlte mich sofort angesprochen, verhieß es doch Fremdsprachen neu lernen und anwenden zu können, internationale Kunden zu betreuen, sehr praxisorientiert zu lernen und vieles mehr.
Die Kombination aus Theorie und Praxis ist perfekt für mich, dazu noch der internationale Bezug - Langeweile gibt es hier sicher nicht.
Angefangen habe ich meine Ausbildung im Marketing. Hier durfte ich bei der Pressearbeit mithelfen, die Anfänge einer internationalen Messe
organisieren, Videos für Kundenschulungen erstellen und die Dateneingabe für die Erstellung unseres neuen Katalogs unterstützen.
Danach wechselte ich in den Einkauf. Lieferantenbetreuung, Kreditorenbuchhaltung, Angebote einholen und vergleichen und Lieferantenbesuche gehörten in dieser Abteilung zu meinen Haupttätigkeiten.
Anschließend wurde ich im Vertrieb eingesetzt. Zu meinen Aufgaben zählten die Organisation von deutschen Messen, die Betreuung skandinavischer und deutschsprachiger Kunden, sowie die Projektbetreuung der einzelnen Preisaktionen.
Momentan bin ich im Customer Service. Die verschiedenen Fremdsprachen finden hier am meisten Anwendung. Kundenbetreuung, Auftrags- und Reklamationsbearbeitung, sowie Übersetzungsarbeiten bestimmen hier das Tagesgeschäft.
Bisher hatte ich zwei große Events während meiner Ausbildung bei der Firma Renfert. Zum einen durfte ich als Catering-Mitglied auf die IDS, die größte Dentalmesse der Welt, mit. Dort konnte ich sowohl unsere Kunden aller Nationen, sowie auch meine Kolleginnen und Kollegen bei Renfert besser kennenlernen. Eine großartige Erfahrung für mein ganzes Leben.
Das zweite Highlight meiner Ausbildung stand im Sommer 2009 an - das Auslandspraktikum. Für
zwei Monate konnte ich in Sevilla meine Sprachkenntnisse verbessern und in die spanische Arbeitsluft schnuppern. In dieser Zeit hab ich vieles gelernt und erlebt, einige Freundschaften geknüpft und meine Selbständigkeit ausbauen können.
Es gefällt mir, dass die Auszubildenden der Firma Renfert in das tägliche Geschäftsleben eingebunden, sehr gut integriert und bestens betreut werden. Das "Reinschnuppern" in alle Bereiche eines Unternehmens bildet die perfekte Grundlage für die berufliche Zukunft. Somit werden die Abläufe und Zusammenhänge einzelner Abteilungen deutlich und helfen ein Gesamtverständnis aufzubringen. Sehr positiv finde ich außerdem, dass die jährliche Betriebsweihnachtsfeier von den Azubis organisiert wird.
Die Theorie lerne ich an 1,5 Tagen in der Woche, das heißt in meinem Fall immer dienstags und 14-tägig freitags. Der Unterricht findet im Berufsschulzentrum in Stockach statt. In der Schule lernt man die nötige Theorie, die man beim Arbeiten anwenden kann.
Gelehrt werden die Fächer BWL, Rechnungswesen, Gesamtwirtschaft, Europäische Wirtschaftslehre, Englisch und wahlweise Spanisch oder Französisch. Die Sprachen befassen sich hauptsächlich mit der Kommunikation im Geschäftsleben.