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3D-Druck

Filamentdruck als pragmatische Ergänzung im digitalen Workflow

De Heike Möllenberg
Apr 28, 2026 | 4 minuto(s) de tiempo de lectura

Digitale Workflows in der Zahnmedizin sind in vielen Praxen und Laboren längst etabliert. Intraoralscans, CAD/CAM‑Prozesse und der dentale 3D‑Druck gehören heute zum Alltag. Dennoch stellt sich zunehmend die Frage, welche 3D‑Druckverfahren in der Zahnmedizin den Arbeitsalltag tatsächlich erleichtern und nachhaltig entlasten. Im Interview berichten ein Zahnarzt und ein Zahntechniker, warum sie ihren digitalen Workflow gezielt um den Filamentdruck (FFF/FDM) erweitert haben.

Warum Effizienz im gesamten Prozess entscheidend ist

Der 3D‑Druck in der Zahnmedizin wird häufig über Detailauflösung definiert. Im Praxis‑ und Laboralltag spielen jedoch der gesamte Workflow, das Materialhandling, der Zeitaufwand sowie Aspekte des Arbeitsschutzes im 3D‑Druck eine zentrale Rolle. Besonders im Vergleich unterschiedlicher additiver Fertigungsverfahren zeigt sich, wie stark Post‑Processing, Reinigungsprozesse und Nachbearbeitung die Effizienz beeinflussen.

Schlanke Prozesse statt zusätzlicher Arbeitsschritte

Der Filamentdruck in der Zahnmedizin versteht sich nicht als Ersatz bestehender Technologien, sondern als sinnvolle Ergänzung im digitalen Workflow. Entscheidend ist dabei, wie gut sich ein 3D‑Drucksystem in bestehende CAD/CAM‑Abläufe integrieren lässt – ohne zusätzliche Spezialkenntnisse oder komplexe Prozessketten.

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Herausforderung und Lösung im Praxis und Laboralltag

Die Herausforderung

Beim Resin‑basierten 3D‑Druck (SLA/DLP) sind mehrere nachgelagerte Schritte notwendig. Reinigung, Trocknung und Nachpolymerisation sind fester Bestandteil dieses Post‑Processings im 3D‑Druck. Diese Arbeitsschritte binden Zeit, erhöhen die Prozesskomplexität und stellen zusätzliche Anforderungen an Arbeitsschutz und Entsorgung.

Die Lösung

Beim Filamentdruck (FDM/FFF) entfällt das chemische Post‑Processing. Das gedruckte Objekt ist nach dem Druck direkt weiterverarbeitbar. Dadurch entsteht ein klar strukturierter, kalkulierbarer Workflow, der sich sowohl in der Zahnarztpraxis als auch im Dentallabor zuverlässig umsetzen lässt.

So fügt sich der Filamentdruck in den digitalen Workflow ein

Der grundlegende digitale Workflow in der Zahnmedizin bleibt unverändert: Scan – Design – 3D‑Druck. Der Unterschied liegt im Handling nach dem Druck. Durch den Wegfall zusätzlicher Arbeitsschritte wird der 3D‑Druckprozess einfacher planbar, wirtschaftlicher und besser in den Praxis‑ und Laboralltag integrierbar.

SIMPLEX 2 SX Workflow Infografik

Die fünf Haupt-Vorteile des dentalen Filamentdruck

  • Effizienter 3D‑Druck durch reduzierte Prozessschritte
  • Wirtschaftlicher 3D‑Druck dank geringem Materialeinsatz
  • Arbeitsschutz im digitalen Workflow ohne flüssige Chemikalien
  • Prozesssicherheit durch einfache, reproduzierbare Abläufe
  • Hohe Akzeptanz im Team durch überschaubares Handling
Expertentipp Renfert Blog Banner

Anwendungen im dentalen 3D Druck

Der Filamentdruck eignet sich besonders für typische Anwendungen des dentalen 3D‑Drucks, darunter:

Diese Anwendungen profitieren von der Möglichkeit, Modelle schnell, sauber und reproduzierbar zu fertigen und bei Bedarf unkompliziert anzupassen.

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Tipps für den Einstieg in den Filamentdruck

Auch für Praxen ohne eigenes Labor kann der 3D‑Druck in der Zahnarztpraxis sinnvoll sein. Die CAD‑Konstruktion lässt sich extern realisieren, während der Filamentdruck direkt vor Ort erfolgt. Der strukturierte Ablauf senkt die Einstiegshürde und unterstützt einen wirtschaftlichen In‑house‑Workflow.

Fazit und Interview-Download

Der Filamentdruck in der Zahnmedizin ergänzt bestehende digitale Workflows sinnvoll. Der Fokus liegt auf dem gesamten Prozess, nicht allein auf der Druckauflösung. Weniger Aufwand, geringere Kosten und klare Abläufe erhöhen die Alltagstauglichkeit des dentalen 3D-Drucks.

Erfolgreich im Einsatz in der Zahnarztpraxis Lagodentes

Intraoralscans, digitale Planung und CAD/CAM-Fertigung gehören bei Lagodentes in Radolfzell zum Standard. Auch der 3D-Druck ist etabliert.

Erweitert wurde das digitale Fertigungsspektrum nun um ein Filamentdrucksystem SIMPLEX 2 SX.
Warum sich das Team bewusst dafür entschieden hat, erläutern ZA Matthias Burkhardt und ZTM Eugen Ens im Interview für ZWL im April 2026 - jetzt PDF downloaden!


 

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